Vollwärmeschutz

Systeme

Wärmeschutz gleich Umweltschutz!

Die umweltfreundlichste Heizung eines Gebäudes macht wenig Sinn, wenn man die Energie durch eine undichte Gebäudewand wieder entweichen lässt. Neben der Reduzierung von Heizverlusten garantiert die Wärmedämmung einen dauerhaften Wetterschutz und verbessert die Dämmung des Gebäudes gegenüber Schall von Außen. Ausserdem bietet ein Vollwärmeschutzsystem durch die Entkopplung des Oberputzes vom Mauerwerk einen erhöhten Schutz vor der Rissbildung in der Fassade.

Am häufigsten wird Styropor als Dämmstoff verwendet, aber auch Mineralwolledämmplatten, oder Holzwolledämmplatten kommen zur Ausführung.

Der Systemaufbau sieht folgendermassen aus:

Energieeinsparverordnung

Durch Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung 2002 sind Bauherren verpflichtet bei Neubau oder Renovierungsarbeiten die Energieeinsparverordnung zu erfüllen. So kann es z.B. sein, dass durch das Abschlagen des Aussenputzes Maßnahmen zum Erreichen der in der EnEV geforderten Werte nötig werden. Auch muss darauf geachtet werden, dass beim Aufbringen eines Vollwärmeschutzsystemes die Anforderungen der EnEV erfüllt werden. So ist eine Berechnung der nötigen Dämmstoffstärke, sowie der Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes meist unablässlich.

Strahlenschutz

Elektrosmog- ein bekanntes und aktuelles Problem!

Wenn bereits eine Wärmedämmung in der Fassade geplant ist, gibt es dazu eine einfache Lösung: Der Einsatz eines Abschirmgewebes, z.B. der Fa. Sto. Es bietet einen hochwirksamen Schutz vor elektromagnetischer Hochfrequenz-Strahlung, durch eingewobene Metallfäden und durch eine ableitfähige Spezialbeschichtung. Somit werden über 99% der HF-Strahlung gedämpft und auch niederfrequente elektrische Wechselfelder reduziert.

Sanierung von Fassaden

Ein Vollwärmeschutzsystem bietet sich gerade dann an, wenn die Fassade sowieso renoviert werden soll. Da zu den sowieso anfallenden Kosten wie Gerüstbau, Abstrahlen, Spachtelung, Oberputz etc. lediglich die Kosten für das aufbringen des Wärmedämmverbundsystems anfallen. Diese verhältnismäßig geringen zusätzlichen Kosten werden sich jedoch durch die Einsparungen beim Energiebedarf schnell amortisieren.

Bei stark gerissenen Fassaden ist ohnehin eine Sanierung mit einem Wärmedämmverbundsystem zu empfehlen.

Oft entstehen Risse durch statische Bewegung, mangelhafte Wärmedämmung der unterschiedlichen Baustoffe (Ringanker), oder durch die Verwendung zahlreicher bzw. sehr unterschiedlicher Materialien mit großen unterschiedlichen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten (Fachwerk).

Da der Dämmstoff die Putzfassade von dem Mauerwerk entkoppelt, ist eine erneute Rissbildung sehr unwahrscheinlich.

Bei wenig gerissenen Fassaden genügt nur unter Betrachtung der optischen Gesichtspunkten oftmals eine Gewebespachtelung und ein neuer Oberputz. Jedoch muss der Systemaufbau unbedingt auf den Untergrund abgestimmt sein, um bautechnisch und bauphysikalisch eine mangelfreie Ausführung zu gewährleisten.

Verhinderung von Schimmelbildung

Die Ursache für Schimmelbefall liegt oft am Vorhandensein von Kältebrücken, sowie mangelnder Lüftung – ungleichmäßiges Temperaturniveau.

Hier kommt der hygienische Wärmeschutz zum tragen. Oftmals kommt es in älteren Gebäuden zur Schimmelbildung im Fensterleibungsbereich, sowie im Bereich der Außenecken, bzw. an Betondecken.

Die Ursache dafür liegt häufig an einer schlecht gedämmten, sowie sehr undichten Gebäudehülle. Bei einem schlecht gedämmten Mauerwerk, wie z.B. Bruchsteine, oder Sandsteine, kühlt sich bei geringen Außentemperaturen (-10°C) die Oberflächentemperatur der Wandinnenseite stark ab. Je höher die Raumtemperatur, desto mehr Feuchtigkeit kann aufgenommen werden. Die relative Luftfeuchtigkeit ergibt sich aus dem Verhältnis der tatsächlich enthaltenen Wasserdampfmenge zur Sättigungsmenge. Da kalte Luft nicht so viel Wasserdampf aufnehmen kann wie warme Luft, kann es auf schlecht gedämmten Außenbauteilen zur Tauwasserbildung /Kondensatwasserbildung kommen, da sich die warme Raumluft in diesem Bereich stark abkühlt und somit die relative Luftfeuchtigkeit 100% übersteigt.

In Gebäudenecken ist bautechnisch die Temperatur geringer, da die außen abkühlende Fläche größer ist, als die von innen erwärmende Fläche. Solche baulich bedingte Schwachstellen, können nur mit Hilfe einer Außendämmung behoben werden.

Ist Schimmel erstmal vorhanden, kann er nicht einfach durch abbürsten entfernt werden, sondern es sind spezielle Maßnahmen zur vollständigen wirksamen Beseitigung nötig.